Der Kontrabass

Schauspiel von Patrick Süskind
mit Franz Josef Strohmeier

Samstag, 24.10.2020, 19.00 Uhr
Welfenschloss, Rittersaal

 

Ja, man hat es nicht leicht als Kontrabassist in einem großen Orchester. Der Protagonist des Stückes (Franz Josef Strohmeier in einer Paraderolle) erzählt uns vom Alltag mit dem größten, unhandlichsten und „un-solistischen“ Solo-Instrument, von seinen Nöten und seinen Träumen, von seinem Minderwertigkeitsgefühl und – von seiner heimlichen Liebe zur Sopranistin Sarah! Seine manchmal nörgelnde Unzufriedenheit, aber auch seine scharfzüngige Kritik an denen, die schuld sind an seiner Situation, bis hin zu brillant gespielter „Selbstgefälligkeit“, offenbaren die Abgründe des Künstlerdaseins. Die zentrale Frage des Abends lautet: "Können Sie mir sagen, wieso ein Mann Mitte dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent behindert? Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch nur behindert? Ihm ein Kainsmal aufdrückt?"
Süskind hat ein Solo für einen Schauspieler geschrieben einfühlsam, bitter-komisch und voll Esprit.Der Monolog „Der Kontrabass“ wurde vor 35 Jahren am Münchner Cuvilliéstheater uraufgeführt und machte Patrick Süskind auf einen Schlag bekannt. Mit dem Roman „Das Parfüm“ erlangte er kurz darauf Weltruhm.
Franz Josef Strohmeier ist gebürtiger Straubinger und war langjähriges Ensemblemitglied am Kasseler Staatstheater. Er lebt als freischaffender Schauspieler, Sprecher und Moderator in München. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: „Eindrücklich verkörpert Strohmeier eine tragisch komische Figur, einsam und bindungsunfähig und kreiert mit seinem Spiel eine Parabel auf die heutige Ich-Gesellschaft“.

Eintrittskarten erhalten Sie im Vorverkauf bei der Buchhandlung Winnemuth und über www.reservix.de

Eintrittspreise:
Nichtmitglieder: 17,00 €, Mitglieder: 14,00 €
An der Abendkasse erhöhen sich die Preise jeweils um 2,00 €

 

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